Openhouse. Issue No. 8

Nachtrag vom 4. Februar 2018: Der Monocle Podcast The Stack interviewt die Macher von Openhouse u.a. zu der aktuellen Ausgabe 8.

 

Die Erstausgabe von Openhouse entdeckte ich vor gut drei Jahren per Zufall in einem Sandwichladen mitten in Madrid. Magasand, so der Name dieses ungewöhnlichen Ladens, bot eine Vielzahl von spannenden Zeitschriften, von denen ich niemals zuvor hörte. Und weil die Magazine alle so teuer und mein Budget begrenzt waren, wählte ich das Magazin mit dem ungewöhnlichsten Konzept: Eine Zeitschrift über Menschen, die neue Wege der Gastfreundschaft begehen, indem sie ihre Wohnung, Atelier, Laden oder Hof der Community öffnen.OpenHouse_ - 4Das Konzept scheint anzukommen, denn schließlich erschien vor Kurzem die achte Ausgabe in vier Jahren, die wir auf den Bildern in diesem Blogbeitrag zeigen. Die No. 8 ist eine besondere Ausgabe, denn mit ihr wagen Mari Luz Vidal und Andrew Trotter den ersten Relaunch. Erstmals sehen die Leser von Openhouse mit dem Künstler Lorenzo Brinati eine Person auf dem Frontcover. Zudem bemerken die Kenner des Magazins die neuen verwendeten Schriftarten, die bereits den Magazintitel im neuen Gewand erstrahlen lassen. Beim Durchblättern macht sich das hübsche, neue Layout unmittelbar bemerkbar. Die Artikel wirken aufgeräumter, die Leser werden besser durch das Magazin geführt. Auf die vielen verschiedenen Schriftschnitten der vergangenen Ausgaben wird zugunsten einer Schriftart mit weniger verwendeten Schnittvarianten verzichtet. OpenHouse_ - 5Inhaltlich jedoch scheint sich kaum etwas geändert zu haben. Auf englischsprachige Texte folgen zumeist die sprachlichen Originale, etwa auf Deutsch, Französisch oder Spanisch, ergänzt um neue Bilder. In den Artikeln geht es um besondere Orte, die die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Heimat anfachen, etwa ein zum Meditieren einladendes Kloster von Le Corbusier, ein französischer Bauernhof und ein österreichisches Schloss, beide seit Generationen von den gleichen Familien gehütet, bewahrt, jedoch offen für innovative Konzepte.

OpenHouse_ - 3«The life we share» ist weiterhin der Slogan des Magazins. Im Editor’s Letter beschreibt Andrew Trotter, was er darunter versteht, vielleicht sogar genauer als er beabsichtigte: Das «Openhouse» ist ein Ort, wo er sich Zuhause fühlt, wo er immer Willkommen ist, ohne dauerhaft bleiben zu müssen. «Openhouse» ist ein Produkt einer Zeit, in welcher viele junge Menschen sich weder festlegen noch Verantwortung übernehmen wollen, jedoch mit offenen Armen empfangen werden möchten. Paradoxerweise sind insbesondere diese Menschen auf Leute angewiesen, die im Gegensatz zu ihnen bereit sind, sich einem einzigen Ort zu verschreiben, um mit dem nötigen „Commitment“ ein gemütliches, gastfreundliches Zuhause erst schaffen.

OpenHouse_ - 2
Titel: Openhouse. The life we share – Issue No. 8
Sprache: Englisch + Originalsprachen der Artikel
Woher: Barcelona
Offzieller Preis: EUR 18 (ca. EUR 21)
Wo kaufen: Openhouse Website (ca. EUR 8 Versandkosten nach D und CH)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s