Bedingungsloses Grundeinkommen für alle!

Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine neue Idee. Erste Impulse setzte Thomas Morus in seinem Roman «Utopia» bereits 1516 – gut vierzehn Jahre nachdem Kolumbus Amerika entdeckte. Seit den Achtzigern wird das Thema immer wieder in neuen Schüben auf breiter Ebene in den Medien diskutiert. Seit Ende der Neunziger beteiligt sich die «Brand Eins» in zahlreichen Essays und Interviews an der Debatte und bringt diese mit der ersten Ausgabe der «Edition Brand Eins» in eine Publikation.

Die vielen verschiedenen Artikel aus knapp zwanzig Jahren «Brand Eins» sind so ausgewählt, dass Themenneulinge unkompliziert in das Konzept des bedingungslosem Grundeinkommens eingeführt und schnell auf den aktuellen Stand der Diskussionen geführt werden. Leserinnen und Leser mit mehr Vorwissen kommen nach den zwei, drei Einstiegsartikel auf ihre Kosten und lesen spannende Berichte über namibische Dörfer, wo das Konzept bereits erprobt wurde und finden in den zahlreichen Gesprächen mit Politikern, Soziologen, Ökonomen und Unternehmern wie dem dm-Chef Götz Werner neue Argumente für oder gegen die grosse Idee.

Die Edition zeigt anschaulich, wie es die «Brand Eins» Monat für Monat schafft, zeitlose Artikel zu produzieren, die auch nach fünf, zehn oder gar achtzehn Jahren nichts an ihrer Relevanz oder Aktualität eingebüßt haben. Hier und dort liest man zwar noch von einem gewissen Bundeskanzler Schröder und rechnet noch in Deutsche Mark. Des Weiteren klingen in einigen Artikeln heute längst vergangene Themen der damaligen Zeit an, etwa die hohe Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik am Anfang der Nullerjahre oder die Finanzkrise ab 2008. Ansonsten merkt man den Artikeln ihr Alter nicht und entwickeln ihr volles Bildungspotenzial unter der Leserschaft.

Im Editorial kündigt die Chefredakteurin Susanne Risch an, dass das neue Ausgaben der «Edition Brand Eins» immer dann erscheinen, wenn ihnen „ein Thema unter den Nägeln brennt“. Man kann nur hoffen, dass ihre Nägel demnächst viel Hitze ertragen müssen. Denn eine Lektüre «Edition Brand Eins» zu einem Thema erspart wochenlanges Studieren und erhöht das Klugscheißerpotenzial im Büro.

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