Startup, London – Startup!

Sorry, Gestalten und Taschen, aber Hoxton Mini Press aus East London entwickelt sich zu einem der spannendsten Herausgeber für Bildbänder. Vor ein paar Monaten haben wir das Buch «London Coffee» vorgestellt. In diesem Beitrag geht es um das noch junge Werk «Startup London», das sich weniger für Silicon Valley-eske Unicorns interessiert, sondern den Blick auf die Motivation und Leidenschaften der Gründerinnen und Gründer aus London richtet. Das wieder London im Titel eines Bildbandes steht, ist kein Zufall. London ist Schauplatz aller Bücher und Poster des Verlags.

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Gluten- und laktosefreie Doghnuts gibt es in London erst seit Borough 22 sich gründete.

«London Startup» sucht nicht das nächste Uber, Tesla, Facebook oder sonstige Unicorn, also Startups, die es auf einen geschätzten Wert von über einer Milliarde US-Dollar bringen. Nein, hier geht es darum, die Unternehmenslust bei den Leserinnen und Leser zu wecken. Klar, Unternehmertun ist ein harter Knochenjob, wie sich aus den Aussagen vieler Portraitierten ableiten lässt. Aber mit dem eigenen Unternehmen, so lässt sich zwischen den Zeilen lesen, kann viel Kreativität freigesetzt und ein durchaus okayer Lebensunterhalt bestritten werden.

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Danielle Pender darf ihr smartes Frauenmagazin «Riposte» vorstellen.

Selbst bei den berüchtigten Mieten in der City Londons wagen es die Londoner, einen Laden für gluten- und laktosefreie Doughnuts, handgefertigte Notizbücher und Premium-Hundefutter zu eröffnen. Die leckere Kost für die Hunde wird dabei genau so umweltfreundlich per Kurierdienste zu den Kunden geliefert, wie die Blumensträuße von Florence Kennedys Petalon. Des Weiteren gibt es Startups, die alte Industrien wieder aufleben lassen wollen (renoviertes Kino, Jeans-Kleidung) oder globale Probleme in kleinen Schritten angehen (App gegen Food Waste). Schon beim Überfliegen der dreißig Startupportraits bekomme ich Lust, meine eigene Firma zu gründen. Jetzt fehlen nur noch eine Marktlücke und eine Produktidee.

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Emma Sibley gründete London Terrarium. Die Idee: Kleine Pflanzen in Erlenmeyerkolben aufbereiten und als Dekorationsartikel verkaufen.

Die Artikel enden jeweils mit mit einem Zitat der Portraitierten, in welchem sie ihre wichtigste Erkenntnis in einem Satz zusammenfassen. Sie machen Mut oder warnen vor spezifischen, vermeidbaren Fehlern. Das Booklet «Tips and Advice» von Rebecca Burn-Callander und illustriert von Daniel Frost gibt den Leserinnen und Lesern zwölf praktische Tipps, die bei der Gründung eines Startups beachtet werden sollten. Von der ersten bis zur letzten Seite merkt man «Startup London» an, dass sie zu Unternehmertum ermutigen möchten. Damit unterscheidet sich das Buch deutlich von dem ähnlich ästhetisch anspruchsvollen Bildband «The Kinfolk Entrepreneur», das seine Portraitierten auf einen Podest stellt, damit sie für ihren Erfolg und Stil bewundert werden, deren Erfolge aber unnachahmlich erscheinen.

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Quill London ist ein Laden für schicke Schreibwaren und kalligraphische Bilder.

Wer also kurz- bis mittelfristig den Traum von einem eigenen Startup erfüllen möchte, aber nicht weiß, wo sie oder er anfangen soll, dem hilft «Startup London» sicherlich weiter. Denn die darin vorgestellten Damen und Herren haben den Schritt bereits trotz der hohen Lebenshaltungskosten in London gewagt und haben teilen ihre Erfahrungen sehr offen. Und das schöne an solchen Bildbändern ist ja auch, dass man sie bei sich sehr gerne ins Bücherregal stellt und von dort immer wieder herausgreifen kann.

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Ein praktisches Booklet mit Tipps liegt dem Bildband in einer Lasche bei.

Titel: Startup London
Sprache: Englisch
Woher: Hoxton Mini Press, London.
Offzieller Preis: £28 (~32 Euro)
Wo kaufen: Amazon

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Alleine schafft man es nicht. Das weiß auch das Booklet in «Startup London».

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