Paris Special VI: Bikevibe

Unser Paris Special geht endlich weiter. Auf jüngste Ausgabe von «Bikevibe» hatte ich seit Februar gewartet. Die Entschuldigung im Editorial Letter stimmt man dann aber versöhnlich. Das Redaktionsteam scheint in einer Sinnkrise zu sein, aber dazu später mehr.

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Paris – die Stadt der Fahrradrennen.

In unser Paris-Special-Serie schauen wir uns die vielen Reisemagazine in der Indiemag-Szene an und zeigen euch am Beispiel der Stadt der Lichter und der Liebe die Vielfalt an Zugängen zu der Stadt.  Die «Slanted» hatte sich in den letzten Jahren zu einem Typography Travel Magazine entwickelt. Die prominenten Vertreter «Kinfolk» und «Cereal» betrachteten die Stadt aus ihrer Fashion-Lifestyle-Perspektiven. Die «Monocle» spricht elitäre Kreise an, die sich für kreativ und jung geblieben halten. Und die «Lost in»-Reihe lassen ihre Kontakte aus der Kreativszene spielen. Nun also der sechste Parisbeitrag, diesmal aus der Fahrradperspektive.

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Und wenn es draußen regnet, fahren die Pariser halt in der Halle.

Wer ist «Bikevibe»?

Hinter «Bikevibe» stecken die zwei norwegischen Hipster-Damen Mari Oshaug (Herausgeberin und Chefredakteurin) und Redakteurin Silje Strømmen. Warum Hipster? Na, sie sehen auf den Bildern ihrer Website zumindest so aus, wie ich mir Hipster nun mal vorstelle. Und – es geht um Fahrräder, braucht es noch mehr Argumente? Andy Donohoe ist laut Editorial seit neustem der stellvertretende Chefredakteur.

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Typische Gewerbefassaden in Paris beinhalten ab und zu auch gute Fahrradläden.

Über die Serie

«Bikevibe» erscheint mit dem Parisheft bereits in seiner siebten Ausgabe. Ich kenne das Magazin seit der Portlandausgabe. Darüber hinaus waren sie in Tokyo, Oslo, London, Mailand und New York. Die Ausgaben sind alle ähnlich aufgebaut. Auf dem Cover gibt eine Grundfarbe, nur geschmückt mit dem Magazintitel, der besuchten Stadt und dem Claim. Im Heft selber werden verschiedene Fahrradakteure der Stadt besucht, zum Beispiel Fahrradhändler und -hersteller, Fahrradcafés, Kurierfahrer, Fahrradsportler, legendäre Fahrradrennen und in Fotostrecken die Fahrradfahrerinnen und -fahrer der Stadt gezeigt.

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Stéfano Obregóns Illustratoren begeistern.

Über die Parisausgabe

Dunkle Wolken ziehen auf. Zumindest im Editorial. Von Umbrüchen ist dort die Rede. Diesmal wird nicht bekannt gegeben, in welche Stadt es in der nächsten Ausgabe geht, denn das Bikevibe-Team weiß es selbst noch nicht. Es wird die Sinnfrage gestellt. Aber die nächste Ausgabe wird kommen. Oha!

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Auch «Bikevibe» zeigt eine Pariskarte, jedoch geht es hier nicht um Louvre, Notre Dame und Eiffelturm, sondern um nette Touren.

In unserem Paris Special ist es übrigens der erste Titel, der auf keinem Bild den Eiffelturm zeigt. Der Triumphbogen taucht nur ein Mal unauffällig in einer Illustration auf. Richtig so – welcher Pariser würde sich denn auch freiwillig durch die Touristenmassen kämpfen wollen?

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Ein Hipstermagazin braucht natürlich auch Hipstergeschichten. Aber ich finde sie gut.

Statt dessen bemüht sich «Bikevibe», ein authentisches Bild der Pariser Fahrradkultur wiederzugeben. Auffallend viele Bilder zeigen zufällig vor die Linse geratene Fahrradfahrerinnen, die sich mit Stil, sowohl was ihre Bekleidung angeht als auch ihre Fahrräder, durch die Stadt bewegen. Eine Foto strecke zeigt sogar nur die Fahrräder, die irgendwo in der Stadt gelassen wurden. Gelungen sind insbesondere die Artikel über legendäre Rennstrecken in der Stadt (die Tour de France lässt grüßen) und legendäre Radfahrer.

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Rechtschreibfehler oder französisch? Kuriere werden häufig für die Innovatoren der Stadtfahrradkultur gehalten. Fest steht: sie werden schlecht bezahlt.

An welche Zielgruppe richtet sich dieser Parisguide?

An überzeugte Stadtfahrradfahrer und Fahrradhipster.

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Allein dafür lohnt sich die Parisreise: sich in unbekannten Arrondissements verlieren und Geheimtipps ausfindig machen.

Titel: Bikevibe Paris. Ausgabe 7
Sprache: Englisch
Woher: Oslo, Norwegen.
Offzieller Preis: NOK 190 (ca. €20).
Wo kaufen: In Deutschland bei coffetablemags.de (€27 + Versandkosten) und in der Schweiz bei loremnotipsum.ch (CHF 27 + Versandkosten).

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